ÜBER.

/Hintergrundinformation./ Diese Veröffentlichung ist ein künstlerisches Experiment, liebe Besucherin und lieber Besucher. Genauer? Ein co-kreatives Kommunikationsprojekt. Ein soziales Medium, das mir dabei hilft, meine eigene Identität, respektive meine >MARKE, meinen  >AUFTRAG über den Austausch mit Anderen zu entwickeln, zu formen, zu teilen und zu leben. Insofern ist es eine Form der Selbstdarstellung, eine Art >PORTRÄT.

Anders als bei den gängigen Selbstdarstellungen im Internet, wo >IDENTITÄT als mehr oder weniger starres Gebilde marktgerecht konstruiert und nach außen postuliert wird, möchte ich hier die prozesshafte Entwicklung von Identität als ungeformtes, nach seiner >FORM fragendes, suchendes und insofern immer nur im Werden begriffenes >SEIN sichtbar machen. Schließlich bin ich heute eine andere als gestern und werde morgen eine andere sein als heute.

Die >FORM meiner Beiträge ist der persönliche Brief. Jeder Brief richtet sich an ein real existierendes >GEGENÜBER, mit dem ich zum Zeitpunkt seines Erscheinens in Gedanken, im Gespräch war. Ganz real. Dennoch werden die Briefe durch das Posten an diesem Ort auf eine merkwürdige Art “entpersonalisiert”: indem ich sie aus der Intimität der persönlichen Begegnung heraus nehme und mit einer größeren Gemeinschaft “teile”. Zum Schutz meines Gegenübers verwende ich ein Namenskürzel, das zwar manchmal, aber nicht immer, mit dem wirklichen Namen der Person übereinstimmt. Sagen wir es so: das Kürzel bezieht sich auf eine reale Person und wer das ist, ist nicht Gegenstand dieser Veröffentlichung.

Betrachtet man die hier veröffentlichten Beiträge in einem zeitlichen >HINTEREINANDER, dann wird man Zeuge einer >ENTWICKLUNG, die zumindest nach hinten hinaus völlig offen ist. Insofern sind die Briefe auch ein “Dokument”. Ein Dokument ihrer eigenen Entwicklung, könnte man sagen. Um sie nachzuvollziehen, könnte man sich am >ANFANG des Prozesses einklicken und seinen Verlauf Schritt für Schritt abarbeiten. Stattdessen kann man auch seine eigenen >WEGE gehen und sich von seinem >INTERESSE, wie von den >LINKS, die unterwegs verstreut sind, führen lassen.

Eine vielleicht etwas ungewöhnliche Lesart dieser Briefesammlung ist das persönliche Orakel als eine Form der Rekontextualisierung von dekontextualisierten Inhalten: Stellen Sie hierzu eine innere Frage, die Sie sehr beschäftigt und auf die Sie keine Antwort wissen. Überfliegen Sie anschließend die Liste der >SCHLÜSSELWÖRTER und achten Sie darauf, welches Wort Sie in Bezug auf Ihre Frage ganz spontan anspricht. Klicken Sie auf das Wort und lesen Sie den Brief als Antwort auf Ihre Frage. Bei dieser Lesart ist es wichtig, dass Sie nur eine Frage stellen, resp. nur einen Brief lesen und das Gelesene entsprechend auf sich wirken lassen, bis Sie die Antwort für sich deuten können.

Welchen Verlauf die weitere Entwicklung dieser Sammlung nimmt, liegt im Übrigen ganz entscheidend in Ihrer Hand. Denn Sie haben die Möglichkeit, ihn mit zu gestalten. Sie können hier Gedanken, Einwände oder Fragen in Form von Kommentaren posten. Aber auch Bilder, Filme, Töne oder ganze Artikel sind willkommen. Für Letzteres gibt es ein eigenes >GÄSTEZIMMER. Und in jedem Fall ist auch Ihre bloße Aufmerksamkeit, Ihr Interesse eine große Bereicherung für alle, die an dieser Sammlung Teil haben.

Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint mir dies: ob und was immer Sie hier einbringen, Sie zeigen oder erzählen damit auch etwas von sich selbst. Und das ist schließlich der Witz bei der sozialen Variante der Markenentwicklung, wie ich sie verstehe:

Die >SOZIALE MARKE stellt niemanden in den Schatten. Sie macht vielmehr alle sichtbar, denen es Spaß macht, mitzuspielen.

Herzliche Einladung!

:-)

K.M.